Ich bin doch keine Content-Maschine!

Blog-Beitrag vom 15.09.2017

Content ist in aller Munde. Und man ist sich einig: Um wahrgenommen zu werden, muss man am Ball bleiben. Aktuell bleiben, nichts verpassen, alle Kanäle bedienen. Marketing-Inhalte werden geschrieben, als Pressemeldung publiziert, in Print-Form gebracht, getwittert …

Auch in der Technischen Dokumentation sind die Zeiten der alleinstehenden gedruckten Anleitung vorbei. Druckformate stehen neben Onlinehilfen, Release Notes, Produktvideos, technischen Newslettern.

Die Übergänge zwischen Marketing und Technischer Dokumentation sind mitunter fließend, klar ist: Der Content muss „unter die Leute“.

Hand aufs Herz: Als Technischer Redakteur oder Marketingmitarbeiter kommt man sich manchmal vor wie eine Content-Maschine.

Der Schmerz der Content-Ersteller

Mit der Maschinen-Begriffswelt lassen sich zahlreiche Assoziationen verknüpfen, darunter Produktivität, Kontinuität, gleich bleibende Qualität, vorhersagbare Abläufe, Optimierbarkeit, Sparpotenziale.

In Kontrast dazu steht der Content-Ersteller als Mensch mit all seinem Weltwissen, seiner Erfahrung und seinem eigenen Stil. Aufgrund dieser Merkmale kann er in seinem Berufsfeld nicht von maschineller Arbeitskraft abgelöst werden. In der Folge lastet die Anforderung, möglichst oft und zuverlässig möglichst viel Content zu kreieren, ausschließlich auf einem Menschen. Dieser kann als solcher keine maschinengleiche Leistung bringen.

Dies kann schnell zu Spannungen und Problemen führen, darunter:

Mehr Medien – mehr Medienkompetenz?

Alleine im Content Marketing bedient man in der Regel parallel mehrere mediale Kanäle. Twitter, XING, Facebook, Print, … Hierbei geraten schnell die Spielregeln der Netzwerke und die stilistischen und formalen Anforderungen eines Mediums aus dem Blickfeld. Zeit für die Etablierung eines Medienkonzepts und die Einarbeitung in die Medien fehlt häufig. Die Kernfrage: Woher kann man sich diese Zeit holen, wenn man unter produktivem Zugzwang steht?

Keine Zeit für Qualität?

Produktiver Zugzwang beim Schreiben führt ebenso dazu, dass in ungünstigen Fällen die Qualität zu Gunsten der Quantität leiden muss. Mögliche Gründe (neben den oben genannten mediengebundenen Problemen):

  • Fehlendes Textkonzept
  • Flüchtigkeitsfehler
  • vergessene Inhalte
  • keine Zeit für Terminologiearbeit
  • fehlendes Lektorat

„Hätte ich mal mehr Zeit gehabt …“

Welcher Content-Ersteller kennt diesen Gedanken nicht. Dabei geht es in der Regel nicht einmal darum, Deadlines nicht zu schaffen. Der wahre Schmerz liegt meist im Kontrast zwischen den Ansprüchen an die eigene Textqualität und den Umständen, unter denen ein Text entsteht. Eine mögliche Lösung dieses Problems liegt darin, eine Textqualitätsinstanz zur Hand zu haben, die nicht noch weitere Zeitressourcen konsumiert, sondern bestenfalls sogar für Zeitersparnis sorgt.

Kreativität, was ist das?

Ob und in welchem Maß Kreativität in der Content-Erstellung gefragt ist, ist Dokumentart-abhängig und ein Stück weit Ermessenssache des Einzelnen. Während Technische Dokumentation häufig systematisiert und formell gestaltet wird, sehen wir Kreativität zumindest im Marketing als wesentliches Element der Content-Erstellung an. Doch wenn die Zeit fehlt, steigt der Druck. Und während Druck manche Menschen beflügelt, hemmt er andere in ihrer Kreativität und freien Entfaltung. Hochfrequenter, umfangreicher, aber wenig begeisternder Content ist das Resultat. Ein nicht begeisterter Leser liest häufig nicht weiter und kommt schlimmstenfalls in Zukunft nicht mehr wieder (= generiert keine Klicks und Kontaktaufnahmen mehr). Das gilt es zu vermeiden.

Klasse, Schnelligkeit und Masse?

Medienkompetenz, Kreativität und gute Texte vereint ein Aspekt: Man erlangt oder kreiert sie nicht nebenbei. Während Medienkompetenz sukzessive über die Zeit erlernt wird, braucht Kreativität Freiräume und Zeit zum Wachsen. Auch Texte müssen wachsen, erfordern Vorarbeit und Qualitätssicherung – für all dies ist Zeit gefragt.

Wieso also nicht mit technischer Unterstützung am Faktor Zeit schrauben und Freiräume schaffen?

Im Marketing

Marketingmitarbeiter können Ihre vielfältigen Content-Publikationen in verschiedenen Kanälen mit Tools managen. Durch das Automatisieren des Postens werden Zeitressourcen generiert, die in die Erstellung des Contents fließen können.

In der Technischen Dokumentation

Um für verschiedene Bereiche der Technischen Dokumentation nicht immer wieder neue Dokumente kreieren zu müssen, bietet sich Single-Source-Publishing an. Dieses ist z. B. über Redaktionssysteme mit vielfältigen Output-Formaten oder über die Export-Formate von Wiki-basierter Dokumentation möglich. Es muss nicht für jedes Format extra Content kreiert werden, was Zeit einspart. Zeit, die an anderer Stelle genutzt werden kann.

Überall, wo Text entsteht

Als Content-Ersteller wünscht man sich von Zeit zu Zeit eine Instanz, die einem wohlwollend zur Seite steht und unkompliziert beim Schreiben hilft. Ohne aufwändiges Drumherum, ohne hohe Zeit- und Personalaufwände, ohne erhobenen Zeigefinger. Eine solche Instanz kann eine linguistisch intelligente Autorenunterstützung sein. Über die Rechtschreibunterstützung gängiger Texteditoren hinaus bietet sie z. B. Satzwiederverwendung, Terminologieprüfung und -recherche und nicht zuletzt ein hochwertiges maschinelles Lektorat. Wenn gewünscht, auch unternehmensweit, für alle Abteilungen, in zahlreichen Sprachen … die Unterstützungsmöglichkeiten sind zahlreich.

tl;dr

Auch wenn man sich dem schnelllebigen Content-Rhythmus nicht entziehen kann, gibt es doch Wege und Mittel, um Zeit zu sparen. Zeit, die man in die Qualität des Contents investieren kann. Darüber hinaus lohnt sich häufig der Griff zu einer umfassenden Autorenunterstützung, die Zeitersparnis und Qualitätssteigerung bündelt.

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