Stein auf Stein

Warum Konsistenz in der bausteinorientierten Dokumentation so wichtig ist

Blog-Beitrag vom 28.11.2017

Aus den unterschiedlichsten Gründen schreiben Unternehmen Dokumentation mithilfe von Topics bzw. Bausteinen. Dies stellt Autoren vor große Herausforderungen, da bereits kleine Inkonsistenzen das Gebilde „Dokument“ zum Wackeln bringen können, wenn die einzelnen Bausteine nicht sauber zusammenpassen. 

Konsistenz als Grundanforderung für gesunde Bausteine

Ein Text ist dann konsistent, wenn er sprachlich, stilistisch und inhaltlich denselben Regeln und Normen folgt. Tut er dies nicht, entstehen dadurch Bausteine, die sich nicht nahtlos mit anderen Bausteinen verbinden lassen. 

Sprachlich

Sprachliche Inkonsistenzen entstehen zum Beispiel durch das Vermischen von Duden-Empfehlungen („aufwendig“) und anderen erlaubten Schreibweisen („aufwändig“). Aber auch Tippfehler und etablierte Fehler wie „Sinn machen“ und „einzigste“ sind verantwortlich für sprachliche Inkonsistenz. Leser stolpern darüber, wenn etwas einmal „Sinn macht“ und dann wieder „Sinn ergibt“ und werden in ihrem Lesefluss unterbrochen. Zudem drängt sich dadurch der Gedanke auf, dass unterschiedliche Autoren den Text verfasst haben. Solche Gedankengänge haben beim Erfassen von Inhalten aber nichts verloren.

Stilistisch

Schreibstile sind so einzigartig wie Schneeflocken. Keine zwei Menschen haben den komplett gleichen Stil. So kann ich den Leser bei Anweisungen zum Beispiel direkt ansprechen oder auch indirekt („Legen Sie den Hebel um.“ vs. „Hebel umlegen“). Werden Bausteine zweier Autoren später zusammengefasst, fallen solche Stilabweichungen unweigerlich auf und irritieren abermals den Leser. Das kann zu Unverständnis führen oder den Leser dazu bewegen, Anweisungen unterschiedlich stark zu gewichten.

Inhaltlich

Es gibt dutzende Möglichkeiten, eine Idee mit unterschiedlichen Wörtern oder Sätzen auszudrücken. So beeindruckend das auch sein mag, so ist es in der Technischen Dokumentation durch Lektoratsaufwand und Übersetzung eher eine Kostenfalle. Abermals leidet der Leser hier aber am meisten. Er muss im Kopf jedes Mal die Transferarbeit leisten und Synonyme in Verbindung setzen. Auch unterschiedliche geschriebene Handlungsanweisungen muss er völlig unabhängig voneinander neu bewerten und erlernen. Ein ermüdender und fehleranfälliger Prozess.

Wie stellt man hohe Konsistenz sicher?

Unternehmen bauen Redaktionsleitfäden und Terminologiedatenbanken auf, um die Konsistenz ihrer Bausteine zu erhöhen. Leider ist das aber nicht sonderlich zielführend, wenn ich dem Autor beides in die Hand drücke und dann sage: „So, jetzt mach mal“. Der Autor hat nicht die Zeit, den Redaktionsleitfaden auswendig zu lernen, oder bei jedem Substantiv in der Terminologie nachzuschlagen. Er hat Deadlines einzuhalten. Für einen Lektor stellt sich die Situation sehr ähnlich dar. Nur mit einer Autorenunterstützung ist es zuverlässig möglich, sicherzustellen, dass Bausteine mithilfe von Redaktionsleitfaden und Termdatenbank konsistent verfasst werden.

Näheres erfahren Sie im Whitepaper „Topic-orientierte Dokumentation, oder wie ich lernte den Baustein zu lieben“.

tl;dr

Konsistenz zwischen Topics ist wichtig, wenn Content nach dem Bausteinprinzip erstellt wird. Eine Autorenunterstützung hilft Ihnen beim Wahren textueller Konsistenz.